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Chronik 2006



Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland

Nach 447 Kämpfen standen die Siegerinnen fest


Über Pfingsten begrüßte der AC Ückerath rund 300 Ringerinnen aus 16 Nationen zum Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland, dem 9. Hans-von-Zons-Turnier. Die ständig steigende Zahl der stärksten Ringerinnen untermaure den internationalen Stellenwert der Veranstaltung, betonte Rita Fleiter-Wurg, die Frauenreferentin des Deutschen Ringerbundes (DRB). Und auch Bundestrainer Jürgen Scheibe ist froh darüber, dass sich seine Athletinnen in Dormagen immer wieder einem echten Leistungstest unterziehen können. "Natürlich sind wir nächstes Jahr wieder dabei", kündigte er an. Einige der deutschen Athletinnen konnten derweil in diesem Jahr nicht ihr Leistungsvermögen abrufen. Scheibe: " Die waren nach dem internationalen Lehrgang in China doch ganz schön platt." Erst einen Tag vor Turnierbeginn war die deutsche Auswahl aus Asien zurückgekommen.

Neben den starken Russinnen setzten in diesem Jahr bei den Frauen vor allem die dreimal erfolgreichen Französinnen die Akzente. Im Nachwuchsbereich zählten die Russinnen, Schwedinnen sowie die Finninnen zu den stärksten.

Titelverteidigerin Anita Schätzle (VfK Schifferstadt / 72 kg) machte im Finale kurzen Prozess mit ihrer spanischen Gegnerin Maider Unda, die sie nach 1:11 Minuten schulterte. Für Brigitte Wagner (SV Siegfried Hallbergmoss / 51 kg) lief es nicht ganz so erfolgreich. Bereits angeschlagen quälte sie sich durch den Wettbewerb und zog sich im Finale noch eine Knieverletzung zu. So behielt Europameisterin Vanessa Boubryemm aus Frankreich die Oberhand.

Die fünfmalige Weltmeisterin Nikola Hartmann-Dünser (Österreich / 63 kg) siegte einen Tag vor ihrem 31. Geburtstag zum dritten Mal in Folge und entschied die Wiederauflage des vorjährigen Duells gegen Helena Allandi (Schweden) mit einem sicheren Punktsieg für sich. Sie wurde auch als beste Ringerin des Turniers ausgezeichnet.

Ramona Ballas verpasste indes nur knapp den Triumph: Die Ückerather Kadettin unterlag in der Gewichtsklasse bis 52 kg der Russin Viktoria Kutakova und musste sich mit Silber zufrieden geben. Für Vereinskollegin Stéphanie Groß (63 kg) war das Turnier schon nach dem ersten Kampf beendet. Nach einer Verletzung noch nicht wieder in alter Verfassung scheiterte sie an der Kanadierin Justine Bourchard. Vize-Europameisterin Alexandra Engelhardt (51 kg) schied nach zwei Erfolgen im Viertelfinale gegen die spätere Drittplatzierte Sarka Andrlova (Tschechien) aus.

Die Siegerliste Frauen/Juniorinnen:
44 kg: Anastasia Koltun (RUS)
48 kg: Anne C. Deluntsch (FRA)
51 kg: Vanessa Boubryemm (FRA)
55 kg: Ida Theres Karlsson (SWE)
59 kg: Meryem Selloum (FRA)
63 kg: Nikola Hartmann-Dünser (AUT)
67 kg: Olga Khilko (BLR)
72 kg: Anita Schätzle (VfK Schifferstadt)

Platzierungen der Ückerather Kadettinnen:
Nina Hemmer (34 kg): 4. Platz
Franziska Ballas (46 kg): 4. Platz
Ivonne Ewert (60 kg): 5. Platz

Für Stéphanie Groß, Natascha und Ramona Ballas sowie Jennifer Brück ging es gleich nach dem Turnier weiter Richtung Schifferstadt. Dort nehmen die Ringerinnen des AC Ückerath an einem Trainingslager zusammen mit den Spanierinnen teil.

Insgesamt rund 80 Helferinnen und Helfer trugen zum Gelingen der Veranstaltung dabei. Detlev Zenk dankte allen für den in diesem Jahr besonderen Einsatz. Schließlich konnte nach dem Handball-Relegationsspiel zwischen Dormagen und Ahlen das TSV Bayer Sportcenter erst in der Nacht von Freitag auf Samstag für den Grand Prix hergerichtet werden. "Es klappte alles reibungslos", bilanzierte der ACÜ-Vorsitzende, "das 10. Hans-von-Zons-Turnier am 26./27. Mai 2007 kann kommen."



300 Ringerinnen auf vier Matten im TSV Bayer Sportcenter:

Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland, Pfingstturnier mit internationaler Spitzenklasse


Der AC Ückerath kann einen Teilnahmerekord vermelden: Rund 300 Ringerinnen aus 16 Nationen werden zum neunten Hans-von-Zons-Turnier im TSV Bayer Sportcenter erwartet. Über Pfingsten gehen dann am 3./4. Juni zahlreiche der weltbesten Athletinnen auf vier Matten an den Start. Der „Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland“ nimmt längst einen festen Platz im internationalen Sportkalender ein – es ist das einzige Weltcup-Turnier für Frauen, Juniorinnen und Kadettinnen in Deutschland. „Der Besuch so vieler herausragender Sportlerinnen samt Betreuer aus Europa und Kanada ist sicher auch für die Stadt von besonderer Bedeutung“, betont AC-Vorsitzender Detlev Zenk.
Was nach Routine aussieht, stellt die Organisatoren in diesem Jahr vor eine neue Herausforderung: Normalerweise würde am Freitag, 2. Juni, alles hergerichtet für das Turnier. Doch abends trägt Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen sein Aufstiegs-Relegationsspiel gegen die SG Ahlen aus. So kann der Mattenaufbau erst in der Nacht beginnen. AC-Geschäftsführer Günter Suling: „Das ist eine besondere Belastung für unsere Helfer, denn sie müssen ja am nächsten Tag wieder fit sein. Aber die Organisation steht und wir gehen davon aus, dass alles trotz des engen Zeitplans klappt. Und wir drücken natürlich den Handballern die Daumen.“

Aufgrund der Fülle der Anmeldungen musste Organisatorin Bärbel Suling zusätzliche  Hotelbetten suchen. So sind jetzt mehrere Dormagener Hotels fest in der Hand der Ringerinnen. Aus Russland und Schweden kommen die größten Gruppen, aber auch aus Kanada, Spanien und Frankreich reisen de stärksten Athletinnen an. Und für den gesamten weiblichen Bundeskader des Deutschen Ringerbundes ist die Veranstaltung in Dormagen ein „Muss“.

Nach den jüngsten Erfolgen des NRW-Kaders ist der Vergleich der Bundesländer von besonderem Interesse für die Trainer des Landesleistungsstützpunktes Heinz Schmitz und Detlef Ballas. Die beiden Dormagener können die meisten ihrer Schützlinge aufbieten. So gehen auch die erfolgreichsten Ringerinnen des AC Ückerath zumeist im Bundes- oder Landesteam an den Start. Dabei ist etwa die aktuelle Vizeeuropa- und Deutsche Meisterin Alexandra Engelhardt. Ob Stéphanie Groß nach einer Verletzung antreten kann, wird sich erst kurz vor Beginn zeigen.

Der Grand Prix beginnt am Samstag, 3. Juni um 9.30 Uhr. Die offizielle Eröffnung ist um 14 Uhr. Die Finalkämpfe stehen Pfingstsonntag ab 9.30 Uhr auf dem Programm.

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