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Chronik 2009

 

Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland

Natascha Ballas gewinnt Silber - Bronze für Nina Hemmer

Die Ringerinnen aus Russland, Kanada und Schweden dominierten den Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland am Wochenende im TSV Sportcenter. Dreimal standen russische Athletinnen ganz oben auf dem Treppchen, je zweimal konnten Kanadierinnen und Schwedinnen bei den Wettkämpfen der Frauen und Juniorinnen Medaillen und Geldprämien mit nach Hause nehmen. Maja Erlandsen aus Norwegen komplettiert die Gewinnerliste in den acht Gewichtsklassen. Für Natascha Ballas (59 kg) vom Ausrichter AC Ückerath reichte es nicht ganz. Nach ihrem Trainingslager in China zeigte das Mitglied der Bundeswehr-Sportkompanie aber hervorragende Kämpfe und zog sicher ins Finale ein. Dort wurde sie allerdings vom "Blitzstart" der amtierenden Europameisterin und Grand Prix-Titelverteidigerin Johanna Mattsson aus Schweden überrascht. Aus der schwierigen Bodenlage konnte die 21-Jährige sich nicht mehr befreien und verlor auf Schulter. Der Gewinn der Silbermedaille bei diesem erstklassig besetzten Turnier ist freilich ein großer Erfolg für Natascha Ballas.

Eine weitere Medaille für den Landesverband Nordrhein-Westfalen holte die Ückeratherin Nina Hemmer bei den Kadettinnen in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm: Sie gewann sechs Kämpfe, verlor lediglich das Halbfinale gegen die Russin Nurguyana Sorkomova. Im Kampf um Platz 3 ließ Hemmer der Schwedin Victoria Jeppsson keine Chance. Honoriert wurde der Gewinn der Bronzemedaille mit der Nominierung für die kommende Europameisterschaft der Kadettinnen. Trotz ihrer drei Erfolge blieb für Vereinskollegin Kimberley Grieß (52 kg) nur der neunte Platz, da sie zwei Niederlagen gegen die spätere Zweite aus Weißrussland und Dritte aus Tschechien kassierte. Laura Mertens (43 kg), die künftig zweite Ringerin am Knechtstedener Sportinternat, ärgerte sich lautstark über ihre beiden Niederlagen, die neben zwei Siegen ein besseres Abschneiden als den 10. Rang verhinderten.

Zufrieden waren die Vertreter des Deutschen Ringer-Bundes insbesondere mit den Erfolgen im Nachwuchsbereich. Dadurch konnten sie sich mit 23 Punkten in der kompletten Nationenwertung hinter Russland (42) und vor Schweden (21) als Zweite platzieren. 366 Starterinnen aus 20 Nationen in elf Gewichtsklassen der jüngeren Aktiven (Kadettinnen) und acht bei Frauen und Juniorinnen sind ein erneuter Rekord. Mehr als 50 Helferinnen und Helfer waren vor eine große Herausforderung gestellt, der reibungslose Ablauf des international bedeutsamen Turniers wurde aber auch von der offiziellen Delegierten des FILA-Weltverbandes bestätigt: "Ich kann nur Positives sagen", erklärte Marianne Nobbs aus der Schweiz. Ein großes Dankeschön richtete AC Ückerath-Vorsitzender Detlev Zenk an alle Beteiligten und speziell an Hans-Jürgen Peters als Vertreter der Sparkasse Neuss. Der überbrachte nämlich beim Empfang der Ehrengäste einen Scheck in Höhe von 4000 Euro für den neuen Vereinsbus. Mit einer Überraschung endete für Bürgermeister Heinz Hilgers der Besuch: Er ist nun Ehrenmitglied des AC Ückerath wegen der langjährigen Unterstützung des Dormagener Vereins.

 

AC Ückerath richtet wieder Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland aus

Rekord: 400 der weltbesten Ringerinnen kämpfen über Pfingsten im TSV Sportcenter um Medaillen

Im nacholympischen Jahr meldet der AC Ückerath eine kaum für möglich gehaltene Steigerung: 400 Ringerinnen aus 22 Nationen wurden inzwischen von ihren Verbänden für den 6. Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland gemeldet. Die Veranstaltung vom 29.-31. Mai ist gleichzeitig das 12. Hans-von-Zons-Turnier. Mit dabei sind wieder viele der weltbesten Athletinnen. Auf vier Matten kämpfen Olympia-, WM- und EM-Teilnehmerinnen im TSV Sportcenter um Medaillen. So ist erneut die Kanadierin Tonya Verbeek dabei, die bei den Olympischen Spielen in Peking Bronze gewann. Um Medaillen und Prämien kämpfen beispielsweise die Weltmeisterinnen Ekaterina Melnikova und Anastasia Bratchikova aus Russland sowie die Europameisterinnen Ekaterina Krasnova (Russland), Johanna Mattsson (Schweden), Monika Michalik (Polen) oder die Lettin Anastasija Grigorjeva. Bei den jüngeren Jahrgängen im Bereich der Kadettinnen unterziehen sich ebenfalls zahlreiche Trägerinnen internationaler Titel einem wichtigen Formtest.

Zahlenmäßig große Gruppen kommen insbesondere aus Russland, Polen, Schweden, Kanada und Frankreich. Für den gesamten weiblichen Bundeskader des Deutschen Ringer-Bundes ist das Turnier in Dormagen eine Pflichtveranstaltung. Die beiden Dormagener Trainer des Landesleistungsstützpunktes Heinz Schmitz und Detlef Ballas hoffen natürlich auf ein möglichst gutes Abschneiden ihrer Schützlinge, die sich für weitere internationale Aufgaben empfehlen wollen. Aber Prognosen fallen in diesem Jahr besonders schwer: „Das Turnier ist so stark besetzt, da hängt sicher auch einiges von der Auslosung der Kämpfe ab“, betont Schmitz. Gespannt sein darf man auf das Auftreten von Natascha Ballas (AC Ückerath) nach ihrem dreiwöchigen Trainingslager in China. Auf Vereinskollegin Nina Hemmer, im letzten Jahr Zweite ihrer Gewichtsklasse, wartet ein spezieller Vergleich mit Julia Richter um die Teilnahme an der Europameisterschaft.

Der „Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland“ nimmt längst einen festen Platz im internationalen Sportkalender ein – es ist das einzige Weltcup-Turnier für Frauen, Juniorinnen und Kadettinnen im Bundesgebiet. „Und wir wissen nun auch, dass es weltweit kein zweites vergleichbares Turnier dieser Größenordnung gibt“, stellt Detlev Zenk, der Vorsitzende des AC Ückerath, nicht ohne Stolz fest.

Die Athletinnen treffen im TSV Sportcenter im Laufe des Freitags, 29. Mai, ein. Dort finden zunächst Akkreditierung und Waage statt. Am Samstag beginnt der Wettbewerb gegen 9.30 Uhr. Aufgrund der vielen Anmeldungen haben die Veranstalter den Ablauf geändert und werden mit dem Einmarsch der Ringerinnen und der offiziellen Eröffnung durch Schirmherrn Rudolf Esser, Geschäftsführer der evd energieversorgung dormagen, um 9 Uhr starten.

Die Ansagen durch einen professionellen Sprecher und die Anzeige der Punktestände auf großen Monitoren sind Zuschauer freundlich. AC-Geschäftsführer Günter Suling: „Die Besucher erhalten somit eine ständige Information über die aktuellen Kämpfe.“ Wie international üblich besteht auch wieder die Möglichkeit des Videobeweises nach unklaren Situationen. Die Unterbringung der Sportlerinnen koordiniert Bärbel Suling, bei der die Fäden des Weltcups zusammenlaufen. Vor allem von und nach Neuss müssen die Sportlerinnen transportiert werden.

Neben den Kämpfen auf der Matte ist ein Rahmenprogramm vorgesehen. So findet im Neusser Telekom Tagungshotel in diesem Jahr erstmals ein „Kennenlern-Abend“ statt. Und Ehrengäste kommen am Sonntag zum traditionellen Empfang in die Halle. Der Beginn der Finalkämpfe richtet sich letztlich nach dem Turnierablauf. Die Tagestickets kosten fünf Euro.

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