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Chronik 2012



Ringen: Argentinierin überraschte Nina Hemmer


(28.05.2012) Gleich zwei Ringerinnen des Bundesstützpunktes Dormagen kämpften beim Grand Prix der Bundesrepublik im TSV Sportcenter um Gold. Von der Regie so gewollt traten Aline Focken (67kg) aus Krefeld und die Ückeratherin Nina Hemmer (51kg) in den abschließenden Finalkämpfen der Frauen an.

Focken gewann gegen die dreifache Weltmeisterin Martine Dugrenier zwar die erste Runde, musste sich aber letztlich der Routine der für die Olympischen Spiele in London qualifizierten Kanadierin beugen. Lokalmatadorin Nina Hemmer hatte sich im Viertelfinale einen der intensivsten Turnierkämpfe mit Patimat Bagomedova aus Aserbaidschan mit von beiden Trainern angeforderten Videobeweisen geliefert. Erst im Clinch nach der dritten Runde fiel die Entscheidung zu Gunsten der Dormagenerin, weil ihre Gegnerin trotz Ermahnung des Mattenrichters den Griff nicht abwarten wollte und somit die Punkte an Hemmer gingen. Mit einem Schultersieg gegen Iryna Kurachkina aus Weißrussland im Halbfinale (Foto) zog sie ins Finale gegen Patricia Bermudez ein. Dort trumpfte die für London qualifizierte Argentinierin für viele überraschend auf und setzte Nina Hemmer unter Druck. Ihr Risiko kurz vor Schluss der 2. Runde wurde nicht belohnt, sie verlor auf Schultern. Ihre Vereinskollegin Laura Mertens war in der gleichen Gewichtsklasse bereits in der 1. Runde auf Bagomedova getroffen und trotz einer guten Leistung nach zwei Runden ausgeschieden.

Letztlich blieb Deutschland in den acht Gewichtsklassen der Frauen ohne Finalsieg. "Das unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung", erklärte Bundestrainer Jörg Helmdach, der deutlich machte, dass der Grand Prix zu den wichtigsten internationalen Veranstaltungen der Ringerinnen-Elite gehört. Sechsmal setzten sich Athletinnen durch, die auch in London auf die Matte gehen werden. "Und das Teilnehmerfeld bei den Kadettinnen ist nahezu einer Europameisterschaft gleich zu setzen", betonte Stützpunktleiter Heinz Schmitz. Insofern war der Deutsche Ringer-Bund zufrieden mit drei Erfolgen und weiteren Podestplätzen der jüngeren Kämpferinnen. Für den heimischen Nachwuchs reichte es indes nicht für vordere Platzierungen. Auch die Deutsche Meisterin Daniela Kalek (AC Ückerath, 43kg) kam über Rang 8 nicht hinaus, nachdem sie eine Schulterniederlage gegen die spätere Siegerin Ksenia Nesgovorova aus Russland einstecken musste.

Die Ländergesamtwertung gewann Weißrussland vor Deutschland und Polen. Der AC Ückerath war mit dem Turnierverlauf zufrieden. "Das gesamte Orga-Team hat hervorragend gearbeitet", lobte Vorsitzender Detlev Zenk die vielen Helferinnen und Helfer und dankte den zahlreichen Unterstützern des Grand Prix. Auch der serbische Delegierte des Weltverbandes FILA, Mladen Kecman, die Frauenreferentin des Deutschen Ringer-Bundes Ramona Scherer sowie DRB-Vizepräsident Karl Rothmer stellten dem Ausrichter ein ausgezeichnetes Zeugnis für die gelungene Durchführung des Wettbewerbs aus.

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